Montag, 13. Mai 2013

Bedingungen schaffen und dann Loslassen




Liebe Taiji-Freundin, lieber Taiji-Freund,
liebe Qigong-Freundin, lieber Qigong-Freund,
es ist Frühling und das Leben ist schön. In den letzten Wochen hatten wir hier in Aschaffenburg eine üppige Blütenpracht und zur Zeit explodiert das Grün und lässt das Leber-Qi in mir pulsieren. Dass dieses Wunder in wenigen Tagen geschehen kann hat seinen Ursprung in den langen dunklen Wintertagen. In dieser Zeit wurden die Bedingungen dafür geschaffen, dass sich jetzt die Blüten öffen und die Blätter sich entfalten. Was jetzt so natürlich erscheint hat eine lange Zeit der Entwicklung gebraucht. Die Natur ist nicht spontan. Alles in der Natur ist ein Prozess das wachsens und reifens und dazu gehören oft lange Zeiten im Samen- oder Knospenstadium.
Dieses Prinzip ist auch eine der Grundlagen im Taiji. Alles was ich jetzt in diesem Moment tue schafft Bedingungen und diese Bedingungen erzeugt die Richtung in die ich mich bewegen werde. Ich setze den Fuß an eine Stelle im Raum, dabei bin ich sicher und balanciert mit der Erde verbunden. In diesem Moment schaffe ich die Bedingungen für meine Bewegung. Die Bewegung entsteht dann durch Loslassen in die neue Richtung und im Loslassen finde ich eine neue Verbindung zur Erde. Die Kräfte die durch diesen Prozess ausgelöst werden finden ihren Weg durch meinen Körper bis in die Hände und schaffen dort eine Verbindung zum Raum oder zu meinem Partner. 
So gehe ich durch jedes Bild der Form, durch jede Begegnung mit meinen Übungspartner und so möchte ich auch durch alle Entwicklungen in meinem Leben gehen. Ich wünsche Dir einen schönen Sommer und hoffe, dass aus all den wunderschönen Blüten auch viele Früchte entstehen mit Samen für die weiteren Prozesse.
Liebe Grüße
+Gudrun



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