Montag, 13. Mai 2013

Bedingungen schaffen und dann Loslassen




Liebe Taiji-Freundin, lieber Taiji-Freund,
liebe Qigong-Freundin, lieber Qigong-Freund,
es ist Frühling und das Leben ist schön. In den letzten Wochen hatten wir hier in Aschaffenburg eine üppige Blütenpracht und zur Zeit explodiert das Grün und lässt das Leber-Qi in mir pulsieren. Dass dieses Wunder in wenigen Tagen geschehen kann hat seinen Ursprung in den langen dunklen Wintertagen. In dieser Zeit wurden die Bedingungen dafür geschaffen, dass sich jetzt die Blüten öffen und die Blätter sich entfalten. Was jetzt so natürlich erscheint hat eine lange Zeit der Entwicklung gebraucht. Die Natur ist nicht spontan. Alles in der Natur ist ein Prozess das wachsens und reifens und dazu gehören oft lange Zeiten im Samen- oder Knospenstadium.
Dieses Prinzip ist auch eine der Grundlagen im Taiji. Alles was ich jetzt in diesem Moment tue schafft Bedingungen und diese Bedingungen erzeugt die Richtung in die ich mich bewegen werde. Ich setze den Fuß an eine Stelle im Raum, dabei bin ich sicher und balanciert mit der Erde verbunden. In diesem Moment schaffe ich die Bedingungen für meine Bewegung. Die Bewegung entsteht dann durch Loslassen in die neue Richtung und im Loslassen finde ich eine neue Verbindung zur Erde. Die Kräfte die durch diesen Prozess ausgelöst werden finden ihren Weg durch meinen Körper bis in die Hände und schaffen dort eine Verbindung zum Raum oder zu meinem Partner. 
So gehe ich durch jedes Bild der Form, durch jede Begegnung mit meinen Übungspartner und so möchte ich auch durch alle Entwicklungen in meinem Leben gehen. Ich wünsche Dir einen schönen Sommer und hoffe, dass aus all den wunderschönen Blüten auch viele Früchte entstehen mit Samen für die weiteren Prozesse.
Liebe Grüße
+Gudrun



Dienstag, 27. November 2012

Das Taiji-Kloster im Alltag



Kloster Schüler widmen sich für eine gewisse Zeit, ganz ihrer eigenen Entwicklung.

Einmal alles liegen und stehen lassen und sich eine Auszeit in einem Kloster gönnen. Schneebedeckte Berge, stillen Gärten oder fernöstlichen Tempelanlagen erscheinen dabei vor dem inneren Auge. 

Zeit für Dich, zum spüren, lauschen, meditieren kannst Du auch im Alltag finden. Zeit um endlich einmal die Dinge zu tun, die Dir wichtig sind. Zeit um zu forschen um was es im Leben geht, wer Du bist und was alles  losgelassen werden möchte.

Ich biete Dir dazu einen Raum und die Unterstützung durch eine persönliche Begleitung für eine individuelle Klosterzeit. Ob das ein Vormittag in der Woche ist oder einige Tage oder eine längere Zeit kannst Du bestimmen.

Wie funktioniert es: 
Es beginnt mit einem persönlichen Beratungstermin in dem wir Dein Anliegen klären und einen Tages- oder Wochenplan besprechen.


Hier einige Bestandteile aus denen sich eine Klosterzeit zusammensetzt:
    • Einzelstunden mit persönlichen und individuellen Übungen
    • Zeiten in denen Du alleine für Dich übst, meditierst, schreibst, malst,....
    • Übungszeiten mit anderen Schülern
    • Teilnahme an den Taijiquan, Qigong und Zazen Kursen und Übungsgelegenheiten der Schule.
    • Teilnahme an Workshops und Ausbildungsseminaren in der Schule.
    • Behandlungen in meiner Naturheilpraxis mit Akupunktur, Massage, Heilpflanzen und mehr
    • Einführung in die Wildernessrituale und Vorbereitung/Nachgespräch für eine Medizinwanderung

    Wenn Du es ausprobieren möchtest kannst Du dich mit Thorsten Dienstags und Donnerstags im Taiji-Raum treffen. Er ist seit Oktober als Klosterschüler im Taiji-Raum und Du kannst mit ihm meditieren, Taijiquan üben und bei einer Tasse Tee mehr über die Klosteridee erfahren.

    Am 19. Januar bieten wir einen betreuten Klostertag an. Wir werden gemeinsam meditieren, Taijiquan und Qigong üben, mittags Dhaal Baat (einfaches nepalesisches Gericht aus Reis und Linsen) essen. Diesen Tag werden wir schweigend verbringen (außer den einfachen Übungsanweisungen von mir natürlich). Es sind keinerlei Vorkenntnisse in Taijiquan, Qigong oder Meditation nötig. 

    Die Kosten für die Klosterzeit  und die Zeiten für Gruppenunterricht findest Du auf meiner Internetseite www.taiji-raum.de www.taiji-raum.de


    Mittwoch, 25. April 2012

    Taiji-Tantra


    Was ist Tai Chi Tantra?


    es ist einfach, es macht Spass, es funktioniert überraschend gut. 

    Bei unserer Art Tai Chi zu spielen geht es darum das Du Dich selbst spürst. Du lernst in Kontakt zu gehen und bei Dir zu bleiben. Es wird ein Genuss Deinen Körper zu bewegen. Push hand, wie wir es machen, ist die "Kunst der Begegnung".

    Im Tai Chi Tantra wenden wir das gute Handwerk unseres Tai Chi auf Sexualität und Liebe an.
    Viele der Übungen die wir machen könnten genauso auch im Tai Chi Unterricht vorkommen. 
    Was fühle ich bei einer Berührung? Was fühlst Du dabei? Wir tauschen uns aus und stellen erstaunt fest wie eingeschränkt das individuelle Erleben von Berührung ist. Es wird leicht Berührung einmal anders zu erleben. Einfache Übungen schaffen ganz neue Wahrnehmungsräume. Es werden keine Leistungen gefordert, sondern Anregungen gegeben und wir folgen der natürlichen Entfaltung. 
    Wir lernen uns gegenseitig zu loben und stellen erstaunt fest, das das Loben leicht, das Lob anzunehmen hingegen schwer ist. Wie kannst Du lernen Lob anzunehmen? Ähnlich wie Du schon im Tai Chi gelernt hast Druck anzunehmen. 

    Im Workshop werden wir keinen Sex miteinander haben, aber wir werden Sexualität von einer leichten interessanten und unbekannten Seite kennenlernen. 
    Die Erfahrung zeigt. Mit einem wenig Zeit und Übungsaufwand lassen sich wunderschöne sehr bereichernde Dinge erleben. Tai Chi lernt sich langsam. Tai Chi Tantra ist wie ein Geschenk das es obendrauf gibt. 
    Teilnehmerstimme:
    „Ich hätte nicht gedacht das ich mich einmal mit meiner Sexualität so wohl fühlen könnte. Der Schlüssel dazu war falsche Vorstellungen von mir selbst loszulassen.“
                                                                                                                                        
    Peinlichkeit spielt erstaunlicherweise beim Tai Chi Tantra kaum eine Rolle. Das individuelle Erkennen und Einhalten von Grenzen geschieht verlässlich und nebenbei. Das Selbsterleben ändert sich. Als Folge davon wandelt sich die Partnerschaft ohne das der Partner mitüben muss.

    Du bist ein vollkommenes Liebeswesen in Dir und spiegelst Deinen Zustand in die Welt. 

    Daniel Grolle


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    Daniel leitet vom 18.-22. Mai 2012 ein Seminar Taiji-Tantra im Taiji-Raum in Aschaffenburg.